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Farmers reisen mit Rückenwind nach Biberach 

Farmers reisen mit Rückenwind nach Biberach 

Zwei Spiele, zwei Siege, 80 erzielte Punkte: Die Fighting Farmers Montabaur haben sich in der noch jungen Saison der GFL2 Süd schnell sortiert. Nach dem Auftakterfolg gegen die Albershausen Crusaders und dem Sieg gegen die Gießen Golden Dragons wartet nun die erste längere Auswärtsreise des Jahres. Am Samstag, 23. Mai, treten die Westerwälder um 16 Uhr bei den Biberach Beavers im Stadion an der Adenauerallee an. In der Tabelle der GFL2 Süd stehen die Farmers aktuell mit 2:0 Siegen und 80:31 Punkten auf Rang zwei hinter den Wiesbaden Phantoms. 

Solche Spiele können schnell zur Überraschung werden

Auf dem Papier scheint die Ausgangslage eindeutig. Biberach ist mit zwei deutlichen Niederlagen in die Saison gestartet: Zum Auftakt gab es ein 0:58 gegen Wiesbaden, anschließend ein 7:41 gegen Albershausen. Damit stehen die Beavers bei 0:2 Siegen und 7:99 Punkten. Doch genau darin liegt für die Farmers auch die Gefahr: Wer nur auf das Scoreboard schaut, kann schnell übersehen, dass ein angeschlagener Gegner vor eigenem Publikum oft besonders unbequem wird. 

„Das Scoreboard sieht bei Biberach schlechter aus, als sie sind“, sagt Farmers-Sportdirektor Kevin Brüngel. „Nach zwei Niederlagen geht es für die schon um vieles, auch wenn es noch früh ist. Daher erwarte ich, dass wir fokussiert ins Spiel gehen und das auch durchziehen. Ansonsten können solche Spiele schnell zur Überraschung werden.“ 

Gute Ausgangsposition

Die Farmers haben sich mit ihren beiden Erfolgen eine gute Ausgangsposition geschaffen. Vor allem der Auftritt gegen Gießen war ein wichtiger Charaktertest: Montabaur musste arbeiten, geduldig bleiben und sich die Partie über vier Quarter hinweg verdienen. Genau das wertet Brüngel als positives Zeichen. „Die Mannschaft wirkt sehr eingespielt und stimmig in der noch jungen Saison. Dazu haben wir eine Ruhe an der Sideline, die gerade gegen Gießen wichtig war“, sagt der Sportdirektor. Einen Punkt benennt er aber klar: „Was wir vermeiden müssen, ist die Anzahl an Strafen. Bisher ging alles gut, aber in gewissen Spielen kann das entscheidend sein.“ 

Einsatz, Zusammenhalt und Disziplin

Auch Headcoach Michael Treber sieht den erfolgreichen Start als Bestätigung, aber nicht als Ruhekissen. „Die zwei Siege geben uns natürlich Selbstvertrauen. Die Mannschaft hat bisher vor allem mit Einsatz, Zusammenhalt und Disziplin überzeugt. Gleichzeitig wissen wir, dass wir in vielen Bereichen noch sauberer und konstanter werden müssen.“ 

Personell werden die Farmers in Biberach nicht in Bestbesetzung antreten können. Football ist ein Sport der Tiefe, und genau diese Tiefe wird nun früh in der Saison gefordert. „Solche Themen beginnen eigentlich schon in der Offseason“, erklärt Brüngel. „Man muss versuchen, den Kader so aufzustellen, dass man einzelne Ausfälle kompensieren kann. Dazu ist jetzt auch die Trainingswoche vor Biberach entscheidend. Die Coaches haben einen Plan und setzen den Fokus so, dass die Spieler am Samstag bestmöglich vorbereitet sind.“ Auch Treber setzt auf den Kader als Ganzes: „Ausfälle gehören leider zum Football dazu. Entscheidend wird sein, dass andere Spieler Verantwortung übernehmen und wir als Team noch enger zusammenrücken. Wir vertrauen unserem Kader und der Tiefe im Team.“ 

Konzentration, Physis und Konsequenz

In Biberach treffen die Farmers auf eine Mannschaft, die unter Druck steht, aber genau deshalb gefährlich werden kann. Die Beavers brauchen nach zwei Niederlagen ein Erfolgserlebnis, die Farmers wollen ihren Lauf bestätigen. Es ist ein Spiel, in dem Montabaur die Favoritenrolle nicht wegreden muss, sie aber mit Konzentration, Physis und Konsequenz ausfüllen sollte. 

Foto: Elembee – Lena Brüngel
Text: Tom Neumann (Studio Fischkopp)

Livestream über sporteurope.tv

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