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Farmers gehen mit Niederlage in die Sommerpause

Farmers gehen mit Niederlage in die Sommerpause

Nach drei Siegen zum Saisonstart haben die Fighting Farmers Montabaur vor der Sommerpause die dritte Niederlage in Folge in der GFL2 Süd kassiert. Beim Auswärtsspiel gegen die Albershausen Crusaders musste sich das Team aus dem Westerwald mit 17:34 (0:7, 7:6, 10:7, 0:14) geschlagen geben. Dabei blieben die Farmers lange in Schlagdistanz, konnten ihre Fehlerquote und die personellen Engpässe am Ende aber nicht kompensieren.

Fehler die nicht mehr passieren dürfen

„Wir sind optimistisch angereist, weil wir aus einer guten Trainingswoche kamen“, sagte Sportdirektor Kevin Brüngel nach der Partie. „Aber im ersten Quarter haben wir wieder Fehler gemacht, die einfach nicht mehr passieren dürfen.“ Gemeint waren unter anderem ein missglückter Snap beim Punt sowie ein verlorener Ball nach dem Kickoff der Gastgeber. Albershausen nutzte diese Situationen konsequent und setzte die Farmers früh unter Druck.

Jalen Dunnigan brachte die Crusaders im ersten Viertel nach einem 20-Yards-Pass von Quarterback Daniel Rennie in Führung. Simon Kalla verwandelte den Extrapunkt zum 7:0. Anschließend überraschten die Gastgeber mit einem Onside-Kick, sicherten sich erneut den Ballbesitz und hielten Montabaur zunächst von der eigenen Offense fern.

Momentum kurzzeitig auf Seiten der Westerwälder

Im zweiten Viertel fanden die Farmers besser in die Partie. Quarterback Spencer Corona bediente Alex Hempel über 15 Yards zum Touchdown, Jamel Hedhli verwandelte den PAT zum 7:7-Ausgleich. Nachdem Albershausen den Ball per Fumble verloren hatte, schien das Momentum kurzzeitig auf Seiten der Westerwälder zu sein. Doch die Crusaders antworteten noch vor der Pause: Jalen Dunnigan lief aus kurzer Distanz in die Endzone, der Extrapunkt misslang. Ein Field-Goal-Versuch der Farmers aus 51 Yards durch Hedhli ging daneben, sodass Albershausen mit 13:7 in die Halbzeit ging.

Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Farmers dran. Ein spektakulärer Fake Punt, den Jamel Hedhli über rund 70 Yards über das Feld trug, brachte Montabaur in aussichtsreiche Position. Wenig später verkürzte Hedhli per Field Goal auf 13:10. Doch erneut fand Albershausen die passende Antwort: Dunnigan erhöhte mit einem kurzen Lauf, Atdhe Bulliqi traf dem Zusatzpunkt zum 20:10.

Montabaur gab sich nicht geschlagen

Montabaur gab sich nicht geschlagen. Devin Mosenbach brachte die Farmers mit einem 20-Yards-Lauf zurück ins Spiel, Hedhli verwandelte den Extrapunkt zum 20:17. Vor dem letzten Viertel war damit weiter alles offen.

„Bis zum vierten Quarter waren wir dran“, sagte Brüngel. „Aber man hat einfach gemerkt, dass wir im Play-Calling seit Wochen aufgrund der Personaltiefe limitiert sind.“ Besonders in der Offense waren die Voraussetzungen schwierig. Die Farmers waren verletzungsbedingt nur mit zwei Wide Receivern angereist. Einer davon, Jamel Hedhli, verletzte sich bereits im ersten Quarter am Knie. Er konnte zwar weiterspielen, war aber sichtbar limitiert.

Im Schlussviertel kippte die Partie endgültig zugunsten der Crusaders. Daniel Rennie lief aus kurzer Distanz zum 26:17, der Extrapunkt ging daneben. Danach schlug Albershausen erneut tief zu: Rennie fand Maximilian Wolf mit einem 50-Yards-Pass zum Touchdown. Die anschließende Two-Point-Conversion, erneut auf Wolf, markierte den 34:17-Endstand.

Farmers kämpften

„Unsere Defense hat heute auch zu viele Fehler gemacht“, sagte Brüngel offen. „Wir wurden zu oft tief geschlagen.“ Genau diese Big Plays machten am Ende den Unterschied. Die Farmers kämpften, blieben über drei Viertel im Spiel, konnten aber weder die frühen Fehler noch die zunehmenden personellen Einschränkungen dauerhaft auffangen.

Für Montabaur kommt die Sommerpause nun zu einem wichtigen Zeitpunkt. Nach dem starken Saisonstart mit drei Siegen, darunter der Erfolg gegen Albershausen im Hinspiel, hat die Mannschaft zuletzt dreimal in Folge verloren. Jetzt gilt es, Kräfte zu sammeln, Verletzungen auszukurieren und den Kader für die zweite Saisonhälfte wieder breiter aufzustellen.

Foto: Elembee – Lena Brüngel
Text: Tom Neumann (Studio Fischkopp)

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