Jetzt zählt es. Kein Test mehr, kein vorsichtiges Herantasten, kein „wir schauen mal, wo wir stehen“. Wenn am Samstag um 16 Uhr im Mons-Tabor-Stadion der erste Kickoff der neuen GFL2-Saison erfolgt, beginnt für die Fighting Farmers Montabaur wieder das, worauf Mannschaft, Coaches und Fans seit Monaten hingearbeitet haben: echter Football. Mit allem, was dazugehört. Druck. Emotionen. Härte. Und der Chance, direkt zum Start ein Ausrufezeichen zu setzen.
Der Gegner könnte kaum anspruchsvoller sein
Der Gegner könnte dafür kaum anspruchsvoller sein: Die Albershausen Crusaders reisen nach Montabaur – Vizemeister der vergangenen Saison, physisch stark, gut organisiert und seit Jahren ein Team, das den Farmers alles abverlangt. Ein Auftakt also, der keine lange Anlaufzeit erlaubt. Wer hier bestehen will, muss sofort da sein.
„Albershausen ist ein physisch starkes Team, gut organisiert und zu Recht Vizemeister der vergangenen Saison“, sagt Farmers-Headcoach Michael Treber. „Sie werden uns alles abverlangen, da müssen wir von Anfang an wach sein.“
Saisonstart mit Rückenwind
Die Farmers gehen mit Rückenwind in den Saisonstart. Die Vorbereitung und das Testspiel gegen die Kassel Titans haben gezeigt, was bereits funktioniert – aber auch, woran in den vergangenen Wochen noch gearbeitet werden musste. Der deutliche 49:6-Erfolg gegen Kassel war eine gelungene Generalprobe, aber eben auch genau das: eine Generalprobe. Die Feinabstimmung, die Konstanz, das Timing – all das stand danach weiter im Fokus.
„Das Testspiel hat uns klar gezeigt, wo wir stehen – viele gute Ansätze, aber auch genug Baustellen“, sagt Treber. „Genau daran haben wir in den vergangenen Wochen intensiv gearbeitet, vor allem an Abstimmung und Konstanz.“
Auch Sportdirektor Kevin Brüngel sieht die Mannschaft auf einem guten Weg. „Wir sind auf einem guten Stand. Das gemeinsame Training gegen Troisdorf und auch das Testspiel gegen Kassel haben uns gezeigt, woran wir noch arbeiten mussten. Das konnten wir sehr gezielt machen.“ Vor allem eines sei spürbar: „Man merkt allen an, dass die Saison endlich starten kann.“
Struktur, Disziplin und Bereitschaft
Albershausen ist kein Gegner für schöne Vorsätze. Die Crusaders haben in den vergangenen Jahren bewiesen, dass sie Spiele eng, unangenehm und lange offen halten können. „Die Crusaders konnten unter anderem ihren starken Import-Wide-Receiver halten“, sagt der Sportdirektor. „Wir haben 2024 und 2025 gesehen, dass Albershausen gut gecoacht ist, und es waren nie eindeutige Spiele. Daher erwarte ich auch dieses Mal wieder ein Spiel, bei dem wir vier Quarter fokussierten Football spielen müssen.“
Genau darin liegt die erste große Aufgabe dieser Saison: Die Farmers wollen ihr Spiel durchbringen, aber dafür braucht es Stabilität über die gesamte Distanz. Nicht nur gute Serien. Nicht nur starke Einzelaktionen. Sondern Struktur, Disziplin und die Bereitschaft, jeden Drive zu Ende zu spielen. „Unsere Erwartung ist klar“, sagt Treber. „Wir wollen unser Spiel durchbringen, fokussiert bleiben und uns für die Arbeit belohnen.“ Die GFL2 Süd verspricht in dieser Saison zudem Spannung. „Unsere Zielsetzung ist es, die Playoffs zu erreichen“, sagt Brüngel. „Die GFL2 Süd ist gefühlt sehr ausgeglichen dieses Jahr – vielleicht so wie noch nie. Aber wir sind gut aufgestellt.“
Treber formuliert den Weg dorthin bewusst prozessorientiert: „Für die Saison insgesamt geht es darum, uns kontinuierlich zu steigern, als Team zusammenzuwachsen und jedes Spiel maximal konkurrenzfähig zu sein.“ Den ersten Fingerzeig gibt es am Samstag im Mons-Tabor-Stadion. Die Vorbereitung ist vorbei. Die Antworten sind ausgewertet. Jetzt geht es nicht mehr darum, Potenzial zu erkennen. Jetzt geht es darum, es auf den Platz zu bringen.
Foto: Elembee – Lena Brüngel
Text: Tom Neumann (Studio Fischkopp)
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