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Gelungene Generalprobe: Farmers schlagen Kassel Titans deutlich 

Gelungene Generalprobe: Farmers schlagen Kassel Titans deutlich 

Die Richtung stimmt – und das ziemlich klar. Die Fighting Farmers Montabaur haben ihre Generalprobe vor dem GFL2-Start erfolgreich gemeistert und die Kassel Titans (3. Liga) im Mons-Tabor-Stadion mit 49:6 (7:0, 21:0, 7:6, 14:0) geschlagen. Ein Ergebnis, das sich vor der starken Kulisse von 620 Zuschauern sehen lassen kann. Noch wichtiger aber: ein Auftritt, der Antworten geliefert hat. 

Dabei begann die Partie genau so, wie man es von einem echten Testspiel erwarten durfte – mit kleinen Abstimmungsproblemen, etwas Sand im Getriebe, noch nicht ganz rund. Doch die Farmers arbeiteten sich schnell hinein, fanden ihren Rhythmus und übernahmen zunehmend die Kontrolle. 

Offense kommt ins Rollen

Den Anfang machte Alexander Hempel, der nach Pass von Quarterback Jannik Wagner zur frühen Führung in der Endzone jubelte. Jamel Hedhli verwandelte sicher den Extrapunkt – ein Muster, das sich durch das gesamte Spiel ziehen sollte. Im zweiten Viertel wurde es dann deutlicher: Hedhli selbst erhöhte nach Pass von Wagner, Marek Giess legte mit einem Lauf nach, und auch Spencer Corona trug sich nach einem weiteren Zuspiel in die Scorerliste ein. Die Offense agierte variabel, zeigte unterschiedliche Facetten – und vor allem: Effizienz. Zur Halbzeit stand ein klares 28:0. 

Viele Wechsel, gleiches Bild

Nach der Pause übernahm Tim Hennes die Rolle des Quarterbacks – und das Bild änderte sich kaum. Hedhli fing auch von ihm einen Touchdownpass, später bediente Hennes Daniel Odeh für weitere Punkte. Einziger kleiner Dämpfer: Eine Interception wurde von Kassel zum Touchdown zurückgetragen. Doch auch das passte ins Bild dieses Tages. Ein Fehler, der sichtbar wird – und damit bearbeitet werden kann. 

Die Farmers blieben dennoch in der Spur. Andre Bidinger setzte mit einem Lauf den Schlusspunkt. Jamel Hedhli blieb auch bei den Extrapunkten makellos und verwandelte alle Versuche sicher. 

Breite im Kader wird sichtbar

Das Trainerteam rotierte viel, gab zahlreichen Spielern Einsatzzeit – und bekam dennoch ein stabiles Gesamtbild auf dem Feld. Genau das, was man sich drei Wochen vor Saisonstart erhofft. Headcoach Michael Treber zog entsprechend ein sachliches, aber positives Fazit: „Es war ein gutes Spiel, um in die Saison zu kommen. Es haben schon viele Dinge funktioniert. Zu Beginn haben wir ein bisschen gewackelt in Sachen Abstimmung. Da hat man gemerkt, dass wir die drei Wochen bis zum Saisonstart noch brauchen. Aber das Team hat gut gearbeitet. Ein paar Strafen müssen wir noch abstellen. Aber es war ganz wichtig, auch Fehler zu sehen, um an diesen in den nächsten Wochen arbeiten zu können.“ 

Drei Wochen für den Feinschliff 

Unterm Strich bleibt ein ungefährdeter Sieg – und vor allem eine Menge an Erkenntnissen. Systeme greifen, Abläufe werden klarer, die Richtung passt. Gleichzeitig sind die Baustellen sichtbar geblieben. Genau darum ging es. Drei Wochen bleiben jetzt noch bis zum Saisonstart am 09. Mai 2026. Drei Wochen, um aus einem guten Testauftritt eine stabile Grundlage zu formen. 

Foto: Elembee – Lena Brüngel
Text: Tom Neumann (Studio Fischkopp)