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Saisonabschluss mit Teamgeist statt Tabellenpunkten

Saisonabschluss mit Teamgeist statt Tabellenpunkten

Am Samstag, dem 5. Juli, sollte die U19-Mannschaft der Fighting Farmers Montabaur eigentlich ihr letztes Saisonspiel gegen die Marburg Mercenaries bestreiten. Doch wie so oft in dieser von Rückschlägen geprägten Spielzeit kam es anders als geplant. Was als regulärer Spieltag vorgesehen war, endete schließlich in einem inoffiziellen Scrimmage – ein Spiegelbild einer Saison, die den jungen Footballern alles abverlangte.

Dünne Personaldecke

Bereits seit dem ersten Spieltag hatte das Team mit Verletzungen, krankheitsbedingten Ausfällen und einer dünnen Personaldecke zu kämpfen. Dabei begann die Saison vielversprechend: Ein souveräner 38:0-Auftaktsieg ließ auf eine erfolgreiche Spielzeit hoffen. Doch diese Hoffnung wurde rasch durch Realität ersetzt: Mehrfach mussten Spiele abgesagt oder in reduzierter Teamstärke bestritten werden.

Für das letzte Aufeinandertreffen in Marburg hatten die Coaches mit 15 Spielern geplant. Gerade genug, um ein Freundschaftsspiel regelkonform austragen zu können. Doch erneut machte die Personalnot dem Team einen Strich durch die Rechnung: Zwei weitere Absagen am Vorabend dezimierten den Kader auf 13 Aktive. Trotzdem reiste die Mannschaft nach Marburg – nicht, um Punkte zu holen, sondern um Charakter zu zeigen.

Gemeinsames Scrimmage

In enger Abstimmung mit den Gastgebern und den Schiedsrichtern wurde das geplante Punktspiel in ein gemeinsames Scrimmage umgewandelt – ein Trainingsspiel ohne offiziellen Wert, aber mit großem sportlichem Wert für beide Seiten. Beide Teams nutzten die Gelegenheit, jüngeren Spielern wertvolle Spielpraxis zu geben. Trotz des inoffiziellen Charakters wurde den Zuschauern eine spannende und faire Begegnung mit Highlights auf beiden Seiten geboten.

Ein kleiner Wermutstropfen bleibt: Ein gesperrter Spieler der Farmers konnte seine Sperre formal nicht absitzen, da das Spiel nicht als offizielles Liga-Spiel gewertet wurde. Die Sperre wird daher in den Herrenbereich übertragen – ein weiteres Kapitel in einer Saison voller Kompromisse.

Unbeirrbarer Teamgeist

Trotz des unglücklichen Saisonverlaufs ziehen die Coaches ein differenziertes Fazit: Der Verlust der vierjährigen Siegesserie schmerzt, vor allem angesichts des Talents und Potenzials innerhalb der Mannschaft. Doch überwiegt die Freude über die persönliche Entwicklung jedes einzelnen Spielers – und über den unbeirrbaren Teamgeist, der das Team in dieser schwierigen Saison geprägt hat.

Für Zuversicht sorgt auch der Blick in die Zukunft: Zehn Spieler aus der erfolgreichen U16, die sich aktuell für das Finale der Oberliga qualifiziert haben, stoßen zur kommenden Saison zur U19 dazu. Ein wichtiger Schritt, um personell wieder breiter aufgestellt in die nächste Spielzeit zu starten.
Die U19 der Fighting Farmers Montabaur beendet die Saison 2025 zwar ohne sportlichen Glanz – aber mit der Gewissheit, dass Einsatzbereitschaft, Zusammenhalt und Leidenschaft für den Sport am Ende mehr zählen als Punkte auf dem Papier.

Foto: Elembee – Lena Brüngel