Farmers-Eigengewächs Joshua Haas gewinnt den German Bowl

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Ein bisschen fühlt es sich an wie Deutscher Meister sein – auch wenn am Ende nur einer aus der Farmers-Familie den Pokal in den Händen hält: Farmers-Eigengewächs Joshua Haas hat mit den Schwäbisch Hall Unicorns den German Bowl gewonnen. Im Finale setzte sich der Titelverteidiger vor mehr als 15.000 Zuschauern im Berliner Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark knapp mit 21:19 durch.
Joshua, wie hat es sich angefühlt, zum ersten Mal in einem German Bowl als Spieler auf dem Feld zu stehen?
 
German Bowl ist natürlich etwas Besonderes, vor allem wenn es der erste ist. Vor dem Spiel ist man da natürlich auch etwas nervös. Aber da viele von den Haller Jungs ja schon ein bisschen German-Bowl-Erfahrung haben nimmt einem das die Nervosität enorm, da das ganze Umfeld viel Ruhe und Professionalität ausstrahlt. Beim Einlauf überwältigt einen dann natürlich noch mal die ganze Atmosphäre im Stadion mit den vielen Zuschauern, aber ab dem ersten Kick-off ist es einfach ein Football Spiel und man blendet das Drumherum aus.
Sekunden vor dem Ende hat Finalgegner Frankfurt Universe die Chance, mit einem Fieldgoal das Spiel zu drehen, der Ball fliegt aber ganz knapp an den Torstangen vorbei. Wie hast du diesen Moment erlebt?
An den speziellen Moment selber kann ich mich gar nicht mehr so genau erinnern. Ich weiß noch, dass ich auf der anderen Seite der Teamzone gekniet habe und die Schiedsrichter unter dem Goalpost beobachtet habe. Als die dann das Signal gegeben haben, dass der Ball daneben gegangen ist sind einfach alle aufs Feld gestürmt.
Welches Fazit ziehst du persönlich nach deinem ersten Jahr in der GFL, der höchsten Football-Liga in Deutschland?
 
Ich persönlich bin sehr zufrieden mit meiner Saison. Natürlich war ich nicht mehr der „Go-to-Guy” im Team, der in den entscheidenden Momenten im Spiel gesucht wird.  Aber dass kann man ja auch nicht erwarten, wenn man zum besten Team Europas wechselt, in dem zwei starke Import-receiver spielen. Ich bin froh, dass ich meinen Teil zu dieser erfolgreichen Saison beitragen konnte und auch im Verlauf der Saison immer mehr Spielzeit bekommen habe.
Wie groß war der Sprung von der 2. in die 1. Liga? Du bist ja vom GFL2-Team aus Wiesbaden nach Schwäbisch Hall gewechselt.
Der Unterschied zur GFL 2 ist vor allem die Spielgeschwindigkeit und das höhere Spielverständnis vieler Spieler. Zudem ist das Training in Hall einfach ein ganz anderes Level. Es sind immer mindestens 45 bis 50 motivierte Leute im Training, die ein klares Ziel vor Augen haben, was leider in vielen anderen Teams die Ausnahme ist. Zudem sind die Coaches richtig gut und man lernt jedes Training etwas Neues, auch weil die Competition im Team sehr hoch ist und niemand seinen Stammplatz sicher hat.
 
Wie habt ihr den Titelgewinn von Berlin gefeiert?
 
Wir sind zusammen mit unseren Fans im Sonderzug von Berlin zurück nach Schwäbisch Hall gefahren und haben bis in die frühen Morgenstunden gefeiert.
 
Wie sieht deine weitere Karriereplanung aus: Bleibst du ein weiteres Jahr bei den Unicorns?
 
Ich würde gerne noch ein Jahr hier spielen, da die Jungs alle super sind und es eine ähnlich familiäre Atmosphäre wie bei den Farmers ist. Ich fühle mich echt wohl hier!
 
Die Farmers-Familie hat dir im Kollektiv die Daumen gedrückt für den German Bowl. Ist davon ein bisschen was auch bei Dir angekommen?
 
Natürlich. Vielen, vielen Dank für den Support. Ich habe mich sehr über die ganzen Nachrichten und Glückwünsche gefreut und bin bis jetzt noch nicht dazu gekommen, jedem zu antworten. Also auch an dieser Stelle noch mal vielen Dank! Ich bin außerdem sehr froh, dass ich immer noch Teil der Farmers-Familie sein darf und immer noch Kontakt mit vielen aus dem Team habe.
Kannst du dir vorstellen, am Ende deiner aktiven Karriere noch einmal für die Farmers aufzulaufen?
 
Ja, das kann ich mir definitiv vorstellen! Mein Plan ist es, dass ich mein letztes Jahr Football auf jeden Fall bei den Farmers spielen möchte.

 

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