Farmers verlassen die GFL2 erhobenen Hauptes

Farmers vs Nürnberg 31
Der letzte Vorhang der Saison ist gefallen, für die Fighting Farmers war es auch der vorerst letzte Vorhang in der GFL2: Das Team aus Montabaur hat den Saisonausklang bei den Nürnberg Rams mit 25:40 (0:21, 6:6, 12:6, 7:7) verloren. Dennoch konnte man erhobenen Hauptes die Zweitliga-Bühne verlassen.
„Ich habe in dieser Saison ganz viel gelernt“, sagte Farmers-Headcoach Sebastian Haas nach dem letzten Huddle der Saison. „Ich denke auch, dass man aus einer solchen Saison viel mehr lernen kann als wie aus einer Saison, in der du alle Spiele gewinnst.“ Nach einer „perfect season“ in der Regionaliga (10 Siege in 10 Spielen) waren die Westerwälder 2017 in die 2. Bundesliga aufgestiegen, die sie nun nach nur einer Spielzeit wieder in Richtung Regionalliga verlassen.
„Ich hoffe, dass auch alle Spieler viel mitnehmen konnten aus dieser aktuellen Saison“, so Haas. „Auch wenn es natürlich nicht einfach ist, wenn du von 13 Spielen 12 verlierst. Natürlich fällt jetzt, am Ende der Saison, erst einmal was von einem ab und man atmet mal tief durch. Fakt ist, dass wir uns einen anderen Saisonverlauf erhofft hatten. Dass es nun so gekommen ist, hatte ganz unterschiedliche Gründe.“ Diese in Ruhe aufzuarbeiten wird die Aufgabe der nächsten Wochen sein.
In Nürnberg lagen die Farmers bereits nach dem ersten Viertel mit 0:21 hinten. „Wir sind nicht so richtig aus dem Bus gekommen. Wir haben zu viele Big Plays zugelassen”, monierte Haas jene Szenen, in denen der Gegner mit nur einem Spielzug großen Raumgewinn machte. Allerdings hatten die Farmers auch nur ein kleines Aufgebot am Start und die personelle Situation hatte natürlich auch Auswirkungen auf den Spielverlauf. „Wir waren mit einem Rumpfkader in Nürnberg und hatten 32 Spieler dabei. Das waren so wenig wie noch nie. Wir hatten vor allem mit kurzfristigen Absagen zu kämpfen. Aber ich muss ganz ehrlich sagen: Ich bin unheimlich stolz auf die Jungs, die heute mit dabei waren. Wir haben die Saison sauber zu Ende gespielt. Und das war alles andere als einfach.“
Ab dem zweiten Quarter konnten die Farmers die Partie ausgeglichen gestalten. Den ersten Touchdown der Westerwälder besorgte der kanadische Import-Quarterback Marcus Hobbs mit einem Lauf. Auch Nürnberg schaffte es noch einmal bis in die Endzone, die Gastgeber führten zur Pause mit 27:6. Die zweite Hälfte sollte Montabaur sogar für sich entscheiden, was an einem starken dritten Quarter lag: Nico Schön und Thomas Fischbach fingen jeweils Pässe von Hobbs zum Touchdown. Allerdings vergaben die Westerwälder beide Zusatzpunkte. Weil auf der Gegenseite die Rams nur einen Touchdown schafften, verkürzte Montabaur auf 18:33. „Wobei man natürlich sagen muss, dass Nürnberg nach und nach auch alle Spieler eingesetzt und kräftig durchgewechselt hat“, sagte Haas.
Dies tat auch Montabaur, was dem Headcoach besonders wichtig war: „Hier sollten heute alle unsere Jungs, die mitgefahren waren, auch tatsächlich auf dem Platz stehen. Jeder hat heute Einsatzzeit bekommen.“ Auf der Anzeigentafel tat sich im letzten Drittel nicht mehr viel: Markus Wenning fing einen Touchdownpass von Hobbs (Zusatzpunkt ebenfalls Hobbs), die Rams machten ebenfalls sieben Punkte und damit den 40:25-Heimsieg perfekt.
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